Familiäre Beteiligung an der Jugenderziehung
Elisabetta ist Wirtschaftswissenschaftlerin und forscht zu den Themen Lernen, Gesundheit und Entwicklung. In einem ihrer jüngsten Projekte untersuchte sie, wie Bezugspersonen – nicht nur Eltern, sondern auch Großeltern und andere Verwandte – das Lernen von Jugendlichen in Ghana unterstützen. Viele sehen ihre Rolle darin, sicherzustellen, dass die Kinder ausreichend zu essen haben und zur Schule gehen. Manche Bezugspersonen fühlen sich unsicher oder schämen sich im Umgang mit Lehrkräften, weil sie nicht wissen, wie sie die Jugendlichen beim Lernen unterstützen können. Elisabetta schlägt vor, dass Lehrkräfte den Bezugspersonen praktische Tipps geben, beispielsweise zur Gestaltung von Routinen für Schlafenszeit und Schulbesuch, zur Vereinbarkeit von Hausarbeit und Hausaufgaben sowie zur Besprechung von Zukunftsplänen.
Hören Sie Elisabetta.
„Wir wissen aus den vorliegenden Erkenntnissen, dass die Eltern nach wie vor der wichtigste Faktor für das Lernen und die Entwicklung ihrer Kinder sind, insbesondere in der frühen Adoleszenz.“
Elisabetta Aurino
Elisabetta Aurino
Elisabetta Aurino (PhD) ist Assistenzprofessorin am Institut für Wirtschaftsgeschichte der Universität Barcelona. Ihre Forschung befasst sich mit Lernen und menschlicher Entwicklung von der frühen Kindheit bis zum jungen Erwachsenenalter, insbesondere damit, wie strategische Investitionen in wichtigen Entwicklungsphasen das langfristige Wohlbefinden fördern können. Sie nutzt vielfältige Datenquellen – darunter Experimente und Panelbefragungen –, um fundierte Erkenntnisse über kindliches Lernen, Gesundheit und Entwicklung zu gewinnen. Ihre Arbeit zielt darauf ab, wirksame, skalierbare und kontextspezifische Interventionen zu entwickeln, um die Lebenssituation von Kindern in einkommensschwachen Gemeinschaften weltweit zu verbessern.