Gibt es wissenschaftlich belegte Methoden, mit denen Menschen ihre Intelligenz steigern können? Funktionieren die beliebten Gehirntrainingsspiele von Firmen wie Lumosity wirklich? Was ist mit „intelligenten“ Medikamenten oder der Behandlung des Gehirns mit elektrischem Strom?

Diese Fragen werden in „Intelligenter werden“, ein sehr empfehlenswerter Essay von Jeffrey M. Zacks, ein Professor für Psychologie und Radiologie an der Washington University in St. Louis, der kürzlich in ÄonDer Essay widerlegt eine Reihe von Versprechungen über schnelle Lösungen im Zusammenhang mit Gehirntrainingssoftware, kognitionssteigernden Medikamenten und elektrischer Stimulation – bietet aber auch alltagstaugliche Methoden an, mit denen sich die kognitiven Fähigkeiten verbessern lassen.

Zacks erklärt, dass die Spiele von Lumosity versuchen, „Ferntransfer“ zu nutzen, was so definiert ist, dass Training in einer Aufgabe dazu dient, Fortschritte in einer anderen Aufgabe zu erzielen. Eine große Studie Eine Studie des British Medical Research Council ergab, dass Teilnehmer, die ein Gehirntraining für Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsaufgaben absolvierten, im Anschluss Verbesserungen zeigten, allerdings nur bei den geübten Aufgaben und nicht bei allgemeinen IQ-ähnlichen Vergleichstests.

In der Praxis ist ein erfolgreicher Ferntransfer nach wie vor selten – aber es gibt Methoden zur kognitiven Verbesserung. die funktionierenNahezu Transfer, also das Üben einer bestimmten Aufgabe, um darin besser zu werden, funktioniert tatsächlich. So haben beispielsweise Menschen wie der britische Gedächtnismeister Ben Pridmore, der sich die Reihenfolge eines Kartenspiels in unter 30 Sekunden einprägte, Methoden zur Steigerung des Gedächtnisses über das scheinbar menschlich Mögliche hinaus in die Praxis umgesetzt.