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Wie Ihnen jeder Lehrer bestätigen wird, Kinder profitieren enorm von körperlicher Aktivität.sowohl physisch als auch wissenschaftlichViele Einrichtungen der frühkindlichen Bildung planen Pausen für aktives Spielen ein, da sie wissen, dass sich die Stimmung und das Verhalten von Kindern verschlechtern, wenn sie sich nicht ausreichend bewegen. Das habe ich auch bei meinen eigenen Kindern beobachtet. 

Bewegung wirkt sich positiv auf unsere kognitiven Fähigkeiten aus. in vielerlei Hinsicht. Jugendliche und ErwachseneAuch körperliche Aktivität verbessert die exekutiven Funktionen. Zu den exekutiven Funktionen gehören Aufmerksamkeit, Arbeitsgedächtnis und Selbstkontrolle; sie helfen uns, Anweisungen zu behalten, uns auf mehrere Aufgaben nacheinander zu konzentrieren und Ablenkungen auszublenden. Allerdings unterscheiden sich Kinder stark in ihren exekutiven Fähigkeiten, was Auswirkungen auf das Lernen hat. Kinder mit schlechtere Exekutivfunktionen Fähigkeiten, die auf schulischen Leistungen beruhen, neigen dazu, schlechter abzuschneiden, während fortgeschrittene exekutive Funktionen die Leistungen in Mathematik und Lesen/Schreiben unterstützen.  

„Die Leistung von Vorschulkindern bei einer Aufgabe zur Überprüfung exekutiver Funktionen verbessert sich unmittelbar nach dem Spielen eines einfachen 12-minütigen Tanzspiels.“

Eine neue Studie Eine Studie hat gezeigt, dass sich die Leistung von Vorschulkindern bei einer Aufgabe zur Exekutivfunktion unmittelbar nach einem einfachen, zwölfminütigen Tanzspiel verbessert. Die Forscher teilten 111 Vier- und Fünfjährige in vier Gruppen ein: Eine Gruppe durfte frei tanzen, eine zweite spielte ein Musikspiel, während sie inaktiv blieb, eine dritte Gruppe malte in Ruhe, und die vierte Gruppe – die Testgruppe – spielte „Stopptanz“ oder „Musikalische Statuen“ – sie tanzten zur Musik und erstarrten, sobald die Musik stoppte.   

Die Forscher schlugen dieser Kindergruppe Tanzbewegungen vor, wie Springen, Wackeln und Fußstampfen. Beim ersten Lied sollten die Kinder einfach stehen bleiben, sobald die Musik stoppte. Beim nächsten Lied tanzten sie schnell zur schnellen und langsam zur langsamen Musik. Beim dritten Lied war es umgekehrt: Sie tanzten langsam zu schneller und schnell zu langsamer Musik. Das Spiel fördert die kognitive Entwicklung, da die Kinder über Bewegungen nachdenken, den Zeitpunkt des Musikstopps vorhersehen, sich an die Regeln erinnern und angemessen reagieren müssen. 

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Anschließend bearbeiteten die Kinder verschiedene Aufgaben zur Überprüfung exekutiver Funktionen, wie beispielsweise „Töpfe drehen“, bei der sie sich die Positionen von Aufklebern und leeren Schachteln auf einem Drehteller merken mussten. Eine weitere Aufgabe bestand darin, verschiedene Gegenstände nach Form und Farbe zu sortieren. Die Kinder, die zuvor „Stopptanz“ gespielt hatten, schnitten bei diesen Aufgaben am besten ab. Bei einer Aufgabe zur Messung der Inhibition zeigte sich jedoch kein Effekt, möglicherweise weil die Kinder bereits vor dem Spiel „Stopptanz“ recht gute Ergebnisse erzielten, was die Messung von Unterschieden erschwerte. 

Marcia Preston von der Universität Delaware, Hauptautorin der Studie, wollte herausfinden, ob eine einfache, unterhaltsame und gleichzeitig kognitiv anregende Aktivität Kindern beim Lernen helfen kann. „Diese kurze Intervention ist wirklich entscheidend“, sagt sie. „Sie erfordert weder viel Ausrüstung noch hohe Kosten; man kann sie mit einer ganzen Klasse durchführen.“ Sie glaubt, dass diese Art von Intervention besonders für Kinder mit schwächeren exekutiven Funktionen hilfreich sein könnte, da die Kinder mit den niedrigeren Ausgangswerten nach dem „Freeze Dance“-Spiel die größten Verbesserungen zeigten.  

„Die Kinder, die mit niedrigeren Ausgangswerten begonnen hatten, zeigten nach dem Spielen des Stopptanzspiels die größten Verbesserungen.“

Es ist unklar, wie lange die Verbesserung anhalten könnte. „Der nächste Schritt wäre eine längerfristige Intervention, um die Langzeitwirkungen zu beobachten“, sagt Preston. Auch die Auswirkungen auf das Lernen sind noch nicht absehbar. Training exekutiver Funktionen ist am effektivsten in dem Kontext, in dem es erforderlich. Eine Verbesserung bei einer Arbeitsgedächtnisaufgabe bedeutet daher beispielsweise nicht zwangsläufig eine Verbesserung bei einer mathematischen Aufgabe, die das Arbeitsgedächtnis erfordert. 

Diese Art von Bewegung macht Spaß, fördert die geistige Entwicklung und lässt sich überall durchführen. Ich werde auf jeden Fall ein Tanzspiel einbauen, wenn ich das nächste Mal eine Geburtstagsfeier für meine Kinder veranstalte.  

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