Resilienz stärken, um die psychische Gesundheit von Teenagern zu schützen
Das Üben sozialer und emotionaler Fähigkeiten kann die psychische Gesundheit junger Menschen verbessern.
Erinnerst du dich an die Streitereien mit Freunden in deiner Jugend? Und daran, wie du deine Frustrationen am nächsten Familienmitglied ausgelassen hast? Beziehungen und Emotionen sind eng miteinander verbunden. insbesondere während der Adoleszenz.
Beziehungen können zwar manchmal negative Gefühle auslösen, aber sie können uns auch optimistisch stimmen und positive Interaktionen fördern. Eine Überraschungsgeburtstagsfeier beispielsweise kann ein freudiges Erlebnis sein, das positive Erinnerungen mit Freunden schafft und die Freundschaften stärkt.
„Beziehungen und Emotionen sind eng miteinander verbunden.“ insbesondere während der Adoleszenz"
Im Laufe der Zeit können die Wechselwirkungen zwischen Emotionen und Beziehungen die psychische Gesundheit sowohl positiv als auch negativ beeinflussen. Der Umgang mit Emotionen und der Aufbau gesunder Beziehungen können Jugendliche davor bewahren, in negative Verhaltensmuster zu geraten, die psychische Probleme auslösen oder verschlimmern können.
Die gute Nachricht ist, dass es evidenzbasierte Strategien gibt, die Jugendlichen helfen können, solche negativen Kreisläufe zu durchbrechen. Meine Kollegen und ich nennen diese Strategien „Ich-Strategien“ und „Wir-Strategien“.
Die Anwendung von „Ich-Strategien“ kann Jugendlichen helfen, ihre Gefühle zu verarbeiten und ihre Einstellung zu einer Situation zu verändern. Die folgenden Strategien sind alle mit positiven Auswirkungen auf die psychische Gesundheit verbunden:
- Das Suchen nach positiven statt negativen Emotionen in den Gesichtsausdrücken anderer Menschen trainiert EmotionswahrnehmungJugendliche, die diesen Ansatz praktizieren, lernen, positive Emotionen bei anderen zu erkennen und eine natürliche Tendenz zu überwinden, Gesichtsausdrücke negativer wahrzunehmen, als sie tatsächlich sind.
- Das Erzählen von Geschichten, die es uns ermöglichen, uns von einer Situation zu distanzieren oder sie weniger negativ zu betrachten, trainiert Emotionsregulation. Self-Diskussion So etwas kann Teenagern helfen, eine Situation richtig einzuordnen und ihre Emotionen zu regulieren.
- Das Wahrnehmen von Körperveränderungen, wie beispielsweise einem erhöhten Herzschlag, hilft Jugendlichen, Emotionen zu erkennen und trainiert interozeptives Bewusstsein – ein Verständnis der Körpersignale.
Training dieser Aspekte der Emotionsverarbeitung können die Ergebnisse im Bereich der psychischen Gesundheit verbessernMeines Wissens gibt es keine Studien, die sich speziell damit befassen, junge Menschen zur Anwendung dieser Fähigkeiten im Alltag zu ermutigen. Stattdessen haben Forscher versucht, diese Fähigkeiten in Laborsituationen zu trainieren, ohne zu berücksichtigen, wie die Strategien in der realen Welt angewendet werden könnten.
Die Techniken, die wir „Wir-Strategien“ nennen kann Teenagern helfen, Beziehungskonflikte zu lösen.Viele dieser Strategien klingen vielleicht bekannt. Dazu gehören, sich in andere hineinzuversetzen, anderen entgegenzukommen und Ich-Botschaften zu verwenden, um die eigenen Gefühle auszudrücken. Doch gerade mitten im Streit vergessen wir diese Strategien oft – und dabei wären sie besonders hilfreich!
Jugendliche dazu anzuregen, über den Einsatz dieser Strategien in Konfliktsituationen nachzudenken, kann ihnen helfen, weitere Auseinandersetzungen zu vermeiden. Mithilfe von „Wir-Strategien“ können sie die Gründe für ein Problem analysieren und konstruktive Wege finden, mit der anderen Person in Kontakt zu treten, um es zu lösen. Beispielsweise könnte ein Jugendlicher „Ich-Botschaften“ verwenden, um einem Freund zu erklären, warum er sich in letzter Zeit vernachlässigt gefühlt hat.
„Das Erlernen des Umgangs mit Emotionen und der Aufbau gesunder Beziehungen können Jugendliche davor bewahren, in negative Kreisläufe zu geraten, die psychische Probleme auslösen oder verschlimmern können.“
Bisher konzentrierten sich Forscher meist entweder auf die Verbesserung sozialer Kompetenzen oder auf die Verarbeitung von Emotionen, aber nicht auf beides. Die gleichzeitige Förderung dieser Fähigkeiten könnte der Schlüssel zur Prävention oder Verschlimmerung psychischer Probleme im Jugendalter sein. Da Menschen mit psychischen Problemen häufig Schwierigkeiten mit … berichten sowohl ihre Emotionen als auch ihre Fähigkeit, mit ihren Mitmenschen in Beziehung zu tretenSich ausschließlich auf einen Bereich zu konzentrieren, könnte bedeuten, einen anderen Grund aus den Augen zu verlieren, warum jemand einem Risiko für psychische Erkrankungen ausgesetzt sein könnte.
Vor diesem Hintergrund erproben wir ein neues schulbasiertes Interventionsprogramm, um Jugendlichen diese „Ich- und Wir-Strategien“ in Gruppensitzungen zu vermitteln. Das ReSET-Projekt – Stärkung der Resilienz durch sozial-emotionales Training – zielt darauf ab, negative Verhaltensmuster zu durchbrechen und gleichzeitig Fähigkeiten zu vermitteln, die positive Verhaltensmuster fördern, um so der Entstehung oder Verschlimmerung psychischer Probleme vorzubeugen.
Die Adoleszenz ist eine kritische Phase Phase der sozialen und emotionalen EntwicklungJungen Menschen die Fähigkeiten zu vermitteln, ihre Emotionen verarbeiten Ein gesunder Umgang mit psychischen Erkrankungen und die Kommunikation mit dem Umfeld können dazu beitragen, psychischen Problemen vorzubeugen und deren Verschlimmerung zu verhindern. Ich hoffe, unsere Studie wird jungen Menschen helfen, diese oft schwierige Lebensphase zu bewältigen.
Fußnoten
Wir suchen aktuell Eltern und Betreuungspersonen in Großbritannien, die uns dabei helfen, herauszufinden, wie wir Betreuungspersonen in unsere Studie einbinden können, um den Nutzen für die teilnehmenden Jugendlichen zu maximieren. Bei Interesse kontaktieren Sie uns bitte unter [E-Mail geschützt] .